ALFIX GERÜSTE IM (SANIERUNGS-) EINSATZ

 

Bei Sanierungen von geometrisch anspruchsvollen Bauobjekten werden häufig Sonderkonstruktionen im Bereich des Gerüstbaus benötigt. Der sächsische Gerüsthersteller ALFIX GmbH plant mit dem firmeneigenen Technikteam für seine Kunden Konstruktionen, die sich flexibel an die unterschiedlichsten baulichen Gegebenheiten anpassen. Mit den Fassadengerüstsystemen ALFIX und UNIFIX und den passenden Modulgerüstsystemen ALFIX MODUL MULTI und ALFIX MODUL METRIC findet sich stets eine technisch optimale und gleichzeitig wirtschaftliche Lösung.

Die Leistungs- und Anpassungsfähigkeit der ALFIX Gerüste wurde bei der Sanierung eines denkmalgeschützten Gebäudes in Dresden unter Beweis gestellt. Um den Schutz der Substanz des Gebäudes zu gewährleisten, wurden Einhausung sowie Renovierungsarbeiten von einem Ingenieurbüro begleitet. Der Fokus lag hierbei auf dem stark sanierungsbedürftigen Dach.

 

Sicherungs- und Sanierungsarbeiten am Kesselhaus in Dresden

 

Die ALFIX Konstruktionsabteilung entwickelte eine Lösung für die Einrüstung bestehend aus einem Arbeitsgerüst der Lastklasse 4 sowie der Breitenklasse W09 auf Basis des bauaufsichtlich zugelassenen ALFIX Fassadengerüstes 100S. Um den Anforderungen der TRBS – Norm in den Bereichen Personenaufstieg und -beförderung gerecht zu werden, wurde an der Außenebene ein Treppenturm aus Aluminium-Podesttreppen und ein Aufzug angebracht. Neben dem ALFIX Fassadengerüst 100S kam auch das zugelassene System ALFIX 70 zum Einsatz.

 

Kombination aus Traggerüsten und auskragenden Überbrückungsträgern

 

Zu Beginn stellten die Nord- und Westfassaden die Gerüstplaner der ALFIX GmbH vor eine Herausforderung, denn durch den schlechten Zustand konnten auf diesen Gebäudeseiten weder an der Wand ein Gerüst mittels Konsolen befestigt noch das Dach belastet werden. Um die Stabilität des Arbeitsgerüstes trotzdem zu gewährleisten, wurde im Gebäudeinneren ein Traggerüst, bestehend aus diversen Traggerüsttürmen, mit dem bauaufsichtlich zugelassenen ALFIX MODUL MULTI System errichtet. Als Überbrückungskonstruktion zwischen dem Arbeitsgerüst und dem Traggerüst dienten 7,70 m lange Stahlgitterträger.  Ziel war es, das Arbeitsgerüst mittels Gitterträgerbrücken aufzulagern, die ohne Lastabtrag in die Dächer an der Fassade positioniert werden sollten. Die 7,70 m langen Stahl Gitterträger, welche ca. 1,50 m durch zu diesem Zweck erstellten Wandöffnungen oder vorhandenen Fenstern aus dem Gebäude herausragten, sollten diese Aufgabe übernehmen. Zur Stabilisierung der Träger, welche paarweise die Lasten in das Gebäude weiterleiten sollten, musste an der Außenwand ein Auflager geschaffen werden, welches die vertikalen Kräfte senkrecht nach unten aufnehmen konnte. Die daraus resultierende Gegenkraft aus Kippen wurde mit den Traggerüsttürmen am Ende der Träger im Gebäudeinneren gegen die Decke als abhebenden Last neutralisiert. Durch lastverteilende Holzbalken wurden die Lasten in die tragenden Deckenbalken weitertransportiert. Durch diesen Aufbau konnte in Kombination der Traggerüste und den auskragenden Überbrückungsträgern die Last aus den Arbeitsgerüsten auf die inneren Decken des Gebäudes nachweislich übertragen werden. Die Gerüste an der Süd- und Ostseite wurden durch die Seitenwände der Fassadengerüste gestützt.

 

Auch bei diesem Projekt unterstützte die ALFIX GmbH den Kunden bei der Projektierung und Umsetzung von 3D-CAD Modellierung über detaillierte Gerüstbaupläne inklusive Materiallisten bis hin zu prüffähigen Statiken.
Mehr über ALFIX Arbeitsgerüste und alle weiteren Systeme unter www.alfix-systems.com